Filter

cokin und Co.

Nachdem ich jahrelang nur mit Schraubfiltern arbeitete, habe ich mich nun durchgerungen ein Filtersystem mit rechteckigen und quadratischen Einschubfiltern zu erwerben. Ich habe mich hierbei für den Z-PRO Halter von cokin für Filtergrößen von 100mm (4 Zoll) Breite entschieden. Die Gründe hierfür sind recht einfach. Kurz zusammengefasst hier einige Vor- und nachteile des Systems:

  • + vergleichsweise günstig (im Vergleich zu Lee)
  • + Filter von cokin, Lee, Formatt und Singh-Ray verwendbar
  • + mit 100mm Breite kann ich auch an der Vollformat noch ohne Abschattungen recht weitwinklig arbeiten
  • + bei Einschubfiltern kann man die Stelle des Verlaufs bei Grauverlaufsfiltern einstellen
  • - die Z-PRO-Filter mit 100mm sind teurer als die P-Serie von cokin
  • - in der Z-PRO-Serie gibt es bei cokin wesentlich weniger Filter als bei den kleineren Serien
  • - im Vergleich zu Schraubfilter wenige Einkaufsmöglichkeiten und teilweise sehr lange Lieferzeiten

Insgesamt gesehen ist das alles natürlich wie so oft ein Kompromiss. Insbesondere die geringere Filterauswahl beim Z-PRO hat mich anfangs abgeschreckt. Das hat sich aber relativiert, als ich im Internet die Bestätigung fand, dass auch die 100mm-Filter der anderen Hersteller in den Halter passen.
Insbesondere der im Programm von cokin fehlende ND100 Graufilter (1% Lichtdurchlässigkeit) hätte mich fast vom Kauf abgehalten. Dann fand ich aber in einer Fotozeitschrift einen Bericht über den LEE Big Stopper. Dieser sollte auch in die cokin-Halterung passen. Also habe ich das System bestellt. Begonnen habe ich mit einem Grauverlaufsset mit drei Grauverlaufsfiltern (Z121L, Z121M, Z121S), dem Halter und einer Tasche. Zusätzlich habe ich einen Filteradapter für 77mm Filtergewinde erstanden, da die meisten meiner Objektive dieses Gewinde haben. Für das Weitwinkel mit 82mm war leider kein Adapter lieferbar.

Natürlich war dann auch bald der Wunsch nach dem "Big Stopper". So einen Graufilter für 10 Blendenstufen wollte ich schon lange. Aber wegen der zwei verschiedenen Filtergewinde meiner Kameras hätte ich wieder zwei benötigt. Oder einen Step-Down-Ring, was mir aber zu viel geschraube ist. Der Big Stopper von Lee war aber nirgends lieferbar. Auch konnte mir niemand sagen, wie lange er dauert. So bin ich umgeschwenkt auf den HiTech Formatt. Sofort lieferbar.

Momentan verfüge ich über folgende Filter:

  • cokin Z121L Grauverlaufsfilter ND2 (1 Blende, weicher Verlauf)
  • cokin Z121M Grauverlaufsfilter ND4 (2 Blenden, weicher verlauf)
  • cokin Z121S Grauverlaufsfilter ND8 (3 Blenden, weicher Verlauf)
  • cokin Z154 Graufilter ND8 (3 Blenden)
  • HiTech Formatt 100mm Verlaufsfilter 1,2 hart (4 Blenden, harter Verlauf)
  • HiTech Formatt 100mm Pro Stopper 10 Lee 100 Fit (10 Blenden)
  • cokin Z007 Infrarotfilter

Erste Tests mit diesem System haben mich sehr zufriedengestellt. Nach den ersten Einsätzen werde ich an dieser Stelle mehr dazu schreiben.

Schraubfilter

Auch nachdem ich mir das cokin-System gekauft habe, besitze ich weiterhin noch Schraubfilter. Den Pol-Filter werde ich vermutlich noch länger benutzen, denn der Pol für das cokin-System ist mir zu teuer, nur um hier auch umgestiegen zu sein. Den Pol benutze ich sowieso sehr selten in verbindung mit anderen Filtern.

Generell benutze ich ganz gerne mal den Polisatations-Filter (Pol). Dieser lässt das Grün grüner und das Blau blauer erscheinen. Und er reduziert Spiegelungen auf nicht metallischen Oberflächen. Das macht er, indem er bestimmte lichtpolarisationen herausfiltert. Die größte Wirkung hat der Pol-Filter im 90°-Winkel zur Sonne. gegen oder mit der Sonne zeigt sich kaum Wirkung. Daraus folgt, dass mit zunehmendem Weitwinkel der Einsatz des Pol-Filters immer schwieriger wird. Denn bei großem Weitwinkel wirkt der Pol in verschiedenen Bildteilen auch verschieden stark.

Ich habe auch einen der oftmals verrufenen Schutzfilter. Das ist eigentlich nur Glas mit möglichst wenig (störendem) Einfluß auf das Bild. Warum benutzt man so etwas? Nun, zum Beispiel an stürmischen Tagen am Meer als Objektibschutz.

Die Graufilter (ich habe hier drei Stück in verschiedenen Stärken), sind wie eine Sonnenbrille für die Kamera. Sie lassen weniger Licht in das Objektiv einfallen. Damit verlängern sich die belichtungszeiten, so dass man ziehende Wolken, bewegtes Wasser und ähnliches in einer weicheren und verschwimmenden Form abbilden kann. Wichtig ist hierbei meist, einen scharfen Blickfang als Ruhepolster für die Augen des Betrachters zu haben. Einen Stein oder Felsen etwa.

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